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Das Suermondt-Ludwig-Museum hat in seiner Reihe der Bestandskataloge 2008 einen Band zu jenen Gemälden veröffentlicht, die das Haus im Lauf seines Bestehens ‚verloren’ hat. Dieser Katalog liefert einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Sammlung, die ja nicht allein durch die hinzugewonnenen Werke geprägt wird, sondern – was man leicht vergisst – in nicht unerheblichem Maße auch durch die Verluste.
Das Projekt ging zurück auf eine Initiative der Kulturstiftung der Länder zur Erforschung der kriegsbedingten Verluste der Museen in Deutschland, das heißt u. a. der so genannten Beutekunst. Darüber hinaus aber fanden in dem Katalog auch diejenigen, archivalisch noch zu erfassenden Gemälde Aufnahme, die zerstört, die gestohlen oder die wieder verkauft bzw. gegen andere Werke eingetauscht wurden – einschließlich der im 3. Reich als „entartet“ beschlagnahmten Werke.
Ergänzend zum Katalog fand von September 2008 bis Februar 2009 eine Ausstellung statt, in der exemplarisch ca. 80 der Verlustgemälde (fotografisch) reproduziert in Originalgröße präsentiert wurden; diese Auswahl wurde in Einzelfällen durch noch vorhandene Pendants (Gegenstücke) oder von den heutigen rechtmäßigen Besitzern auszuleihende Werke ergänzt.
Überraschend wurde im November 2008 bekannt, dass das Museum im ukrainischen Simferopol (Krim) bereits seit mehreren Monaten 87 Gemälde als Werke aus dem Aachener Suermondt-Ludwig-Museum zeigte – von denen tatsächlich, wie mittlerweile klar ist, mindestens 74 Stücke aus Aachen stammen. Einige Stücke konnten auch anderen deutschen Museen zugeordnet werden. Diese Gemälde sind heute Gegenstand von Verhandlungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ukraine.
Im Rahmen der Ausstellung wurde vom 29. – 31. Januar 2009 ein Symposium abgehalten. Vertreter verschiedener von Kriegsverlusten betroffener deutscher Museen schilderten den Umgang mit der sogenannten Beutekunst und die Schwierigkeiten, die aus ganz unterschiedlichen Richtungen auftauchen können. Darüber hinaus berichteten Sprecher aus anderen Bereichen wie Diplomatie, Rechtspflege, Kunsthandel und Publizistik berichteten von ihren vielfältigen Erfahrungen mit dem Thema.
Ende 2010 erschien der Tagungsband „Schattengalerie – Symposium zur Beutekunst. Forschung, Recht und Praxis“, in dessen Anhang auch die in Simferopol aufgetauchten Gemälde dokumentiert sind.
Dieses Projekt wurde gefördert von


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